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Neue Ausstellung der Jugendförderung – WER WIR SIND – Warum Menschenfeindlichkeit uns alle bedroht

Pressemitteilung des Schwalm Eder Kreises vom 25.09.2026

Wer und was definiert eigentlich unsere Vorstellung vom „WIR"? Wer gehört dazu – und wer sind die „Anderen", die „Fremden"? Diese Fragen stehen im Zentrum der Ausstel-lung. Die Ausstellung „WER WIR SIND“ ist eine Auseinandersetzung mit sich selbst, den eigenen Einstellungen und Perspektiven. Sie will helfen Vorurteile und erlernte Denk-muster zu erkennen, zu reflektieren und zu hinterfragen. Sie klärt auf, informiert und sensibilisiert u. a. zu den Themen Ausgrenzung, Menschenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus.
Die Ausstellung „WER WIR SIND“ wurde als Weiterentwicklung der langjährig bewähr-ten Wanderausstellung „Vorsicht Rechtsextremismus" konzipiert und widmet sich in ih-rer inhaltlichen Ausrichtung nun breiter der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit. Sie wendet sich insbesondere an Schulen und Jugendeinrichtungen, darüber hinaus auch an kommunale Verwaltungen, Vereine und Verbände und bietet zahlreiche Mög-lichkeiten der Interaktion. Die Ausstellung ist als mobile, transportable Wanderausstel-lung konzipiert und soll später im Landkreis verliehen werden.

„Wir haben ganz bewusst zunächst Fachpublikum aus Schule und Jugendarbeit eingela-den die Ausstellung kennenzulernen. Nach einer Pilotphase mit drei ausgewählten Schulklassen sollen deren Besuche nachbesprochen und genau evaluiert werden. Die Erkenntnisse aus dem Feedback dieser Ausstellungsbesuche bilden die Grundlage für ein pädagogisches Vermittlungskonzept“, sagen Tom Werner von der Jugendförderung des Schwalm-Eder-Kreises und Pascal Bewernick, der die Ausstellung konzipiert hat.
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Ziel ist eine möglichst umfassende Vermittlung der Ausstellungsinhalte: Das Konzept soll Anregungen für die Arbeit mit der Ausstellung liefern – etwa für Führungen, Grup-penarbeit und Diskussionsformate während des Besuchs. Dafür werden Methoden und Materialien entwickelt, die eine aktive Auseinandersetzung mit den Inhalten ermögli-chen, die Themen altersgerecht aufbereiten und sich auch für die Nachbereitung eig-nen. Mit diesem Vermittlungskonzept verfolgen die Initiatorinnen und Initiatoren der Aus-stellung das Ziel, ihre Wirkung nachhaltig zu vertiefen und zu verstärken – von der rei-nen Informationsvermittlung hin zu einem aktiven Lern- und Reflexionsangebot.

Landrat Winfried Becker ist in seinem Grußwort an die Besuchenden besonders auf den Aspekt der Würde jedes einzelnen Menschen eingegangen. „Menschenfeindlichkeit be-trifft uns alle. Diese Ausstellung ist ein Zeichen dafür, was unsere Gesellschaft dem ent-gegenzusetzen hat: die unantastbare Würde jedes einzelnen Menschen. Unsere Demo-kratie ist keine Selbstverständlichkeit, sondern eine Lebensform, die wir jeden Tag aufs Neue leben müssen – durch Respekt, Offenheit und den Mut, hinzusehen statt wegzu-sehen.“
In den nächsten Wochen ist nun geplant die Pilotphase der Ausstellung mit den ersten drei Schülergruppen durchzuführen. Geplant ist bis zum Jahresende das pädagogische Begleitmaterial fertigzustellen und einen Flyer mit allen wichtigen Informationen zur Aus-stellung und deren Verleihbedingungen zu erstellen.

„Mit dieser Pilotphase wollen wir sicherstellen, dass die pädagogischen Materialien und Konzepte praxistauglich sind und den Bedarfen von Schulen und Jugendarbeit tatsäch-lich gerecht werden. Ab Dezember dieses Jahres freuen wir uns dann auf Buchungsan-fragen. Bis dahin bitten wir noch um etwas Geduld“, so Tom Werner, vom Team der Ju-gendförderung des Schwalm-Eder-Kreises.